Zum Stillen:
Flaschen und Flaschennahrung sind nur auf
ärztliches Rezept zu haben!
Das bedeutet, das im ländlichen Bereich zu 100% gestillt wird, bis ein
weiteres Kind geboren wird. Die Stillzeiten variieren so zwischen einem
Jahr und drei Jahren.
In den Städten stillen die melanesischen Mütter
wahrscheinlich auch zu 100% es wird aber früher zugefüttert. Die
Expatriats stillen, wenn überhaupt, nur kurz (bis 6 Monate).
Die Menschen leben in Familienverbänden zusammen,
man könnte sie als Groß-Großfamilien beschreiben. Es gibt also immer
jemanden der stillt, so ist das Zufüttern sehr häufig praktiziert,
allerdings ist es dann die Tante die einem hungrigen Neugeborenen
aushilft.
Stillprobleme gibt es praktisch nicht.
Sollte es nötig sein, wird am Anfang einer jungen Mutter durch zufüttern
ausgeholfen.
Kinder haben das „Besitzrecht“ an der Brust. Das heißt sie können immer
und überall an die Brust.
Kulturell gibt es in PNG bei „oben ohne“ keinerlei Schamgefühle
Bis ein neues Geschwisterchen kommt schlafen Mutter
und Baby miteinander, die Mutter trägt es ansonsten ,die Kinder sind so
nie ohne Körperkontakt. Kinderbetten, Kinderwagen, Wippen, etc. gibt es
nicht (Ausnahme Europäer).
Stillkost gibt es nicht.
Die jungen Mütter werden die ersten 4-6 Wochen von
den Großmüttern und Tanten umsorgt und versorgt. Danach ist die Arbeit
hart, aber nicht stressig.
Die Mütter lernen Stillkultur schon als Kinder, wachsen damit auf. Die
Arbeit der Frauen ist die Kinder zu stillen, und die Familie zu
versorgen. Wohlgemerkt, sie gehen nicht in den Supermarkt, sondern
arbeiten schwer im Garten um dies zu schaffen.
Bei uns ist die
Arbeit der Frauen oft nicht das Stillen sondern das muß nebenher noch
geschafft werfen, so kommt es meiner Meinung nach auch zu den
Stillproblemen die ab und zu auftauchen.
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