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Kochen im Still-Café
Beikost im Säuglingsalter

Die Wichtigkeit des Themas zeigte sich an der Anwesenheit von 15 Müttern im Veranstaltungsraum im IV. Stock des St. Anna Krankenhauses.

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Stillen – schön und gut – aber was kommt dann?

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Was ist, wenn die Milch nicht mehr reicht?

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Ab wann kann feste Nahrung zugefüttert werden?

Dies sind nur einige Fragen, die sich Mütter immer wieder stellen.

Im Rahmen des Still-Cafés am Montag, den 14.April 2003 , versuchten die Still-und Laktationsberaterin  IBCLC Michaela Herrmann und die Kinderkrankenschwester Lisa Brzoza diese Fragen zu beantworten.

Zuerst sollten die wichtigsten Fragen in einem kurzen theoretischen Teil geklärt werden.

Solange ein Baby gestillt wird, schützen die hochwertigen Bestandteile in der Muttermilch den Verdauungstrakt und das Risiko, dass Fremdeiweißstoffe in das Körpersystem eindringen und Allergien hervorrufen wird verringert.
Ab dem 6. Lebensmonat beginnt der Säugling mit der Bildung vom eigenen Immunglobulinen.
Die Aufnahme von Lebensmittelantigenen durch die Darmwand wird so verhindert und die Gefahr einer Lebensmittelallergie verringert.
Außerdem ist der Verdauungstrakt in diesem Lebensalter soweit ausgereift, um andere Nahrung zu verwerten.
Ebenso kann längeres Stillen und die spätere Einführung von Beikost (ab dem 6. Lebensmonat) vor einer akuten Mittelohrentzündung schützen.
Anämie (sog. Blutarmut) kommt bei gestillten Kindern selten vor.
Die Eisenvorräte eines gesunden, reifen Babys reichen gut bis ins 6. Lebensmonat hinein, der Eisengehalt der Muttermilch ist zwar auf den ersten Blick gering, die Verwertung liegt aber bei 49 % (im Gegensatz zu 10% bei Flaschennahrung).
Eisengehalt der Muttermilch kann weder durch die Eisenmenge in der Nahrung der Mutter noch durch die Einnahme von eisenhaltigen Präparaten verändert werden.
Nach den theoretischen Aspekten konnte nun langsam zum praktischen Teil übergegangen werden.

Wie kann nun eine Mutter feststellen, ob ihr Baby schon alt genug für feste Nahrung ist?

Das Baby sollte mind. 6 Monate alt sein, es kann mit leichter Unterstützung sitzen und es zeigt Interesse an anderem Essen.
Ebenso kann der Säugling selbst Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, das Stillverhalten ist gesteigert, obwohl kein Zahnen, Wachstumsschub oder Erkrankung vorliegt.
Meist hat sich der sog. Zungenstoßreflex  abgeschwächt (Baby schiebt feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund heraus.

 Wie füttert man nun am besten zu?:

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      Baby am Familienessen teilhaben lassen, auch „schmieren“ und erste Versuche selbstständigem Essen zulassen

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Man bietet dem Säugling ein oder zweimal am Tag einen oder zwei Teelöffel des neuen Nahrungsmittels an; die Menge kann dann langsam innerhalb einer Woche gesteigert werden.

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Die erste feste Nahrung sollte zwischen einer Still- oder Flaschenmahlzeit angeboten werden, denn ein hungriges Kind lässt sich meist nur ungern auf Neuerungen ein.

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Zu feste Nahrung kann püriert werden (evtl. mit Flüssigkeit, Gemüsesud oder Muttermilch mischen), andere Babys bevorzugen kleinere Happen

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      Als erste Beikost eignet sich sehr gut eine Gemüsesart oder Obst, ebenso Kartoffeln und Reis.

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      Anschließend kann Fleisch in den Essensplan eingebaut werden.

 

Buchvorstellung:
„Für Babys kochen“ GU Verlag, Autorin: v.Gramm
Daraus wurden  praktisch mehrere Breie (herzhaft und süß) zubereitet und gekostet.

Noch ein Tipp zum Schluß:
Einwecken macht zwar einmal Arbeit, man kann aber sehr oft, schnell schmackhaftes Essen daraus zubereiten. (praktisch auch im Urlaub!)

Ebenso viel Anklang fand das 2. Kochen im Herbst:

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