Notfallapotheke im Kindesalter
Am
Montag den 13.03.06 begrüsste Sr. Michaela Herrmann die Apothekerin Faru
Anette Sawhney im Still-Cafè am St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg.
Fr. Sawhney hatte sich freundlicherweise bereiterklärt, den anwesenden
Müttern einen Vortrag über die Bestückung der Hausapotheke im Kleinkindalter
sowie die Verträglichkeit von Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit
zu halten.
Zu Beginn stellte die Apothekerin deutlich klar, dass Kinder keine kleinen
Erwachsenen sind und somit auch anders auf Medikamente reagieren können.
Kinder durchleben eine Erkrankung oft viel heftiger als Erwachsene.
Ebenso wies Fr. Sawhney darauf hin, dass es einige Medikamente gibt, die man
Kindern unter 16 Jahren aufgrund der erheblichen Nebenwirkungen überhaupt
nicht geben darf – wie es z. b. bei Aspirin der Fall ist.
Anhand verschiedener Erkrankungsmuster, z. B. Durchfall, Erkältung oder
Schmerzen erläuterte die Apothekerin entsprechende Arzneimittel und deren
Handhabung.
Im Kleinkindalter sind Tropfen, Säfte und Zäpfchen eher angebracht, je älter
die Kinder werden, kann dann vielleicht schon Tabletten zum Schlucken
verwendet werden.
Bei den flüssigen Arzneimitteln ist natürlich auf einen angenehmen
Geschmack, wie z. B. Himbeere oder Banane zu achten, damit die Kinder die
Medikamente auch einnehmen. Ebenso sollten unbedingt die beigefügten
Messlöffel oder – becher verwendet werden.
Fr. Sawhney machte anschließend deutlich, dass bei Kindern unter ½ Jahr
keine Selbstmedikation angezeigt ist sondern man immer zum Kinderarzt zuerst
gehen sollte.
In Schwangerschaft und Stillzeit gibt es viele Arzneimittel, die
unbedenklich genommen werden können, davor sollte natürlich ein
ausführliches Gespräch mit dem betreuenden Arzt geführt werden.
Zum Abschluß teilte die Apothekerin – obwohl es im Moment noch nicht danach
aussieht – kurze Tipps zum Sonnenschutz im Kleinkindalter mit. Kinder unter
3 Jahren sollten überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden,
Sonnenbrille und Sonnenhut sowie eine leichte Bekleidung ist angebracht.
Lippenschutz sollte auch erfolgen.
Sr.
Michaela Herrmann und die anwesenden Mütter bedankten sich anschließend bei
Frau Sawhney für den sehr interessanten und anregenden Vortrag.

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