Stillhütchen:
Bestehen aus Plastik oder Latex.
Wird beim Anlegen auf die Brustwarze „gesetzt“, die Öffnung immer in
Richtung der Nase des Kindes.
Der Gebrauch eines Saughütchens sollte immer nur unter fachlicher Anleitung,
für kurze Zeit und nach Abwägung aller anderen Möglichkeiten angewandt
werden.
à Es
gestaltet sich meist als sehr schwierig von einem Stillhütchen wieder
wegzukommen.
Stillhütchen können:
 | Saugverwirrung
à verändertes Saugverhalten (fast wie bei Flasche) |
 | Ungenügende Entleerung der Brust und somit Rückgang
der Milchmenge (da kein direkter Hautkontakt zwischen Mutter und Kind) |
auslösen.
Um ein Kind von einem Saughütchen wieder zu entwöhnen,
kann es zuerst damit angelegt werden um nach kurzer Zeit es wieder
wegzuziehen und versuchen, es ohne weiter zu stillen.
Ebenso können Anlegeversuche gänzlich ohne Stillhütchen erfolgen, dies ist
meist erfolgreicher, wenn Baby sich in Aufwachphase befindet bzw. bei den
ersten Hungerzeichen angelegt wird.
Für alle Versuche gilt:
Falls es für Mutter und Kind zu frustrierend und anstrengend wird
à mit Stillhütchen anlegen und
zu einem späteren Zeitpunkt nächsten Versuch starten.
Es gibt aber auch durchaus Fälle, bei denen das Baby
mit Saughütchen gut gedeiht, ausreichend nasse Windeln und
Stuhlentleerungen hat und auch die Mutter keinerlei Probleme mit ihrer Brust
aufweist.
Hier gibt es manchmal eine spontane Entwöhnung vom Stillhütchen.
Literaturangaben:
- Handbuch für die Stillberatung/ LaLecheLiga
Deutschland
- Stillen, Rat und praktische Hilfe für die
Stillberatung/ Guóth-Gumberger, Hormann |